Die Robinie, auch als Pseudoacacia bezeichnet, ist aus Nordamerika stammende Pflanze, die sich  in Europa vor 400 Jahren eingebürgert hat, wo sie sich stark ausgebreitet hat.
 
Die isoliert in Parks und Gärten aufgezogenen Pflanzen können bis zu 200 Jahren leben. In Wäldern treten die Anzeichen für das Altern viel eher auf, d.h. wenn das Alter der Pflanze das Jahrhundert noch nicht überschritten hat.
 
Die schnelle Verbreitung dieser Art wurde anfänglich vom Menschen gefördert, der nicht nur ihr Holz schätzte, sondern sie auch als Harzspender und Zierpflanze nutzte. Dies beruht auf ihren zahlreichen Vorteilen, wie der Widerstandsfähigkeit bei schlechten Witterungsverhältnissen, die reichliche und duftende Blüte und das schnelle Wachstum.
 
Das Holz der Robinie ist zugleich sehr elastisch, dauerhaft und gegenüber plötzlichen Klimaänderungen widerstandsfähig (feucht/trocken). Die Farbe dieses Holzes ist sehr unterschiedlich und neigt bei Vaporisation zum Dunkeln. Es eignet sich gut zur Bearbeitung, zur Feinarbeit und zum Polieren.
 
Auch auf Grund dieser Eigenschaften kann es bei den verschiedenen Verwendungszwecken effizient die exotischen Hölzer ersetzen, wodurch eine Entwaldung der Tropen (Südamerika, Asien und Afrika) verlangsamt wird. Die Reife des Robinienholzes ist sehr langsam. Diese Art hat außerdem eine hohe Wärmeleistung und einen niedrigen Gehalt von Wasser im frischen Zustand.
 
Die Besonderheit des Robinienholzes sind im Besonderen seine Frische und der Umstand, dass es sehr wenig Wasser aufnimmt (siehe in der nachfolgend aufgeführten  zusammenfassenden Übersicht). Es hat den großen Vorteil die Festigkeit zu erhöhen und somit die durchschnittliche Lebensdauer zu verlängern. Dies macht aber auch die Färbung/den Anstrich der verschiedenen Teile relativ schwierig, da die Farbe an der äußersten Schicht des behandelten Teiles anhaftet, aber es ihr nicht gelingt, tief in die Poren des Holzes einzudringen. Aus diesen Gründen ist es möglich, dass die Färbebehandlung wiederholt werden muss, um die Schönheit und den Glanz aufrecht zu erhalten. 
 
TEILE DER PFLANZE: BEARBEITUNGEN UND VERWENDUNGEN
 
 
 
Die Norm UNI EN 350-2 “Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten - Natürliche Dauerhaftigkeit von Massivholz” legt für die Holzarten von besonderem Interesse auf dem europäischen Markt due Angaben zur natürlichen Dauerhaftigkeit des Massivholzes gegenüber Pilzen, Insekten und Meeresorganismen fest. Außerdem erteilt sie Informationen zur Imprägnierbarkeit des Holzes, seiner Volumenmasse und zur Ausdehnung des Splintholzes. Auf Grundlage dieser Norm kann das  Robinienholz unbesorgt im natürlichen Zustand zur Herstellung von Konstruktionen verwendet werden, die im Freien aufgestellt werden, d.h. auch unter Berücksichtigung des Umstandes, dass es das einzige europäische Holz mit einer Dauerhaftigkeitsklasse 1-2 ist.
 
Nachfolgend wird eine Tabelle aufgeführt, die die Dauerhaftigkeit des Robinienholzes im Vergleich zu anderen Holzarten deutlich macht:
 
 
HOLZART

DAUERHAFTIGKEITSKLASSE

 

(natürlich gegenüber Pilzen)
gemäß der Norm UNI EN 350-2

DAUERHAFTIGKEIT

 

(natürlich gegenüber Pilzen)
gemäß der Norm UNI EN 350-2
Teak 1 Sehr dauerhaft

Gewöhnliche Robinie

(robinia pseudoacacia)

1-2 Sehr dauerhaft-dauerhaft

Kastanie (Castanea sativa)

Eiche (Quercus robur)

Red Cedar - Redwood

2 Dauerhaft

Lärche (Larix decidua mill.)

Douglas Fir

Kiefer (Pinus Sylvestris L)

3-4 Mäßig dauerhaft - wenig dauerhaft

Rottane (Picea Abies)

Weißtanne (Abies alma mill.)

4 Wenig dauerhaft

Buche (Fagus sylvatica L.)

Esche (Fraxinus Excelsior L.)

5 Nicht dauerhaft

 

 

 

DATEN ZUR MECHANIK
 
Das Robinienholz ist stark belastbar und biegefest, sowie außerordentlich widerstandsfähig gegenüber dynamischen Lasten.
 
Nachfolgend wird eine Tabelle aufgeführt, in der die Robinie mit anderen Holzarten verglichen wird.
 
 
Durchschnittliche Eigenschaften bei 15% Feuchtigkeit der gebräuchlichsten Holzarten
 
HOLZARTEN

d

Dichte

σc

Druckfestigkeit parallel zur Faser

N/mm2

σ

Schnittfestigkeit parallel zur Faser

N/mm2

σt

Zugfestigkeit parallel zur Faser

N/mm2

σf

Biegefestigkeit

N/mm2

Ef

Elastizitätsmodul bei Biegung

N/mm2

Rottane

Picea Abies

470 40 2,5 80 24 11.000

Kastanie

Castanea Sativa mill.

600 48 4,0 100 88 12.500

Esche

Fraxinus excelsior L.

690 52 12,8 165 120 13.400

Lärche

Larix deducia mil.

590 56 8,7 85 96 13.000

Waldkiefer

Pinus Sylvestris L.

520 55 6 104 100 12.000

Eiche

Quercus robur

690 61 11 90 88 11.700

Robinie 

Pseudoaccacia

770 73 16 148 150 14.800
Teak 640 72 8,3 119 148 13.000

 

 

Das Robinienholz wird immer häufiger bei der Herstellung von Spielkonstruktionen und Einrichtungselementen eingesetzt. Es macht auf Grund seiner besonderen Form mit natürlichen und unregelmäßigen Kurven jede Konstruktion in ihrer Art einzigartig. 
 
 
Oft werden die Spielzeuge aus Robinienholz auf einer losen Fallschutzschicht installiert, wie zum Beispiel der Rinde, die jedoch mit der Zeit relativ korrosiv werden kann.
Aus diesem Grund bevorzugt es die Firma Holzhof, die tragenden Elemente aus Holz auf einer Halterung zu befestigen, ohne sie somit unterirdisch zu verankern.
 
Auf diese Weise kann die Dauerhaftigkeit des Holzes unter normalen Umweltbedingungen auch bis zu 3 mal im Vergleich zu den Festlegungen der Norm UNI EN 350-2 erhöht werden. 
 
 
DAS ROBINIENHOLZ
 
Für eine richtige Verwendung des Robinienholzes ist die Entfernung der Rinde vor jeder Bearbeitung notwendig. Auch das Entfernen des gesamten Splintholzes ist sehr wichtig, da dieses:
 
• sehr leicht von Pilzen und Insekten angegriffen werden kann.
• von schnell von Verfallsprozessen betroffen ist.
• dazu neigt, sich vom darunter befindlichen Kernholz zu trennen.
• Aus diesen Gründen ist der einzige Teil des Holzes, der von der Firma Holzhof zur  Herstellung ihrer Produkte verwendet, das Kernholz. Es:
• wird nicht von Pilzen und Insekten angegriffen;
• weist eine hohe Widerstandsfähigkeit und Dauerhaftigkeit auf;
• kann auch ohne Imprägnierung oder einen anderen Schutz verwendet werden.
 
 
 
 
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